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Magnesium – Warum der Mineralstoff für unseren Körper so wichtig ist

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Magnesium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen im menschlichen Körper. Es ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und spielt eine zentrale Rolle für Muskeln, Nerven, Herz und den Energiestoffwechsel. Dennoch erreichen viele Menschen die empfohlene tägliche Zufuhr nicht vollständig. Ein Blick auf die Funktionen, den Bedarf und mögliche Quellen von Magnesium zeigt, warum eine ausreichende Versorgung so wichtig ist.



Welche Aufgaben hat Magnesium im Körper?

Magnesium ist an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt. Besonders wichtig ist der Mineralstoff für:

  • Muskelfunktion

Magnesium unterstützt die normale Muskelkontraktion und -Entspannung. Ein Mangel kann sich daher unter anderem durch Muskelkrämpfe oder Muskelzucken bemerkbar machen.

  • Nervenfunktion

Der Mineralstoff trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei und ist an der Reizübertragung zwischen Nervenzellen beteiligt.

  • Energiestoffwechsel

Magnesium ist wichtig für die Energieproduktion in den Zellen. Es unterstützt den Körper dabei, Nährstoffe in Energie umzuwandeln.

  • Herz-Kreislauf-System

Auch für eine normale Herzfunktion spielt Magnesium eine Rolle, da es an der Regulation des Herzrhythmus beteiligt ist.

  • Knochen und Zähne

Etwa 50–60 % des Magnesiums im Körper befinden sich in den Knochen, wo es zur Stabilität des Skeletts beiträgt.


Wie viel Magnesium braucht der Körper?

Der tägliche Bedarf hängt unter anderem von Alter und Geschlecht ab. Laut den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt die empfohlene tägliche Zufuhr bei etwa:

  • Frauen: ca. 300 mg pro Tag

  • Männer: ca. 350 mg pro Tag


In bestimmten Lebenssituationen kann der Bedarf erhöht sein, beispielsweise bei:

  • Intensiver körperlicher Aktivität

  • Starkem Schwitzen

  • Stress

  • Schwangerschaft und Stillzeit


Magnesiumreiche Lebensmittel

Eine ausgewogene Ernährung deckt den täglichen Magnesiumbedarf in der Regel gut ab. Besonders reich an Magnesium sind:

  • Nüsse und Samen (z. B. Mandeln, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne)

  • Vollkornprodukte

  • Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen

  • Grünes Gemüse (z. B. Spinat)

  • Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt

  • Dunkle Schokolade bzw. Kakao

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln kann somit einen wichtigen Beitrag zur Magnesiumversorgung leisten.


Wie äußert sich ein Magnesiummangel?

Ein ausgeprägter Magnesiummangel ist bei gesunden Menschen relativ selten. Dennoch kann eine unzureichende Versorgung zu verschiedenen Beschwerden führen, zum Beispiel:

  • Muskelkrämpfe oder Muskelzucken

  • Müdigkeit und Erschöpfung

  • Konzentrationsprobleme

  • Nervosität oder Reizbarkeit


Diese Symptome können jedoch viele unterschiedliche Ursachen haben und sind nicht automatisch auf einen Magnesiummangel zurückzuführen.


Wann kann eine Supplementierung sinnvoll sein?

In bestimmten Situationen kann eine zusätzliche Einnahme von Magnesiumpräparaten sinnvoll sein, etwa wenn ein erhöhter Bedarf besteht oder eine unzureichende Zufuhr über die Ernährung vorliegt.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Leistungssport oder intensive körperliche Belastung

  • Bestimmte Erkrankungen oder Medikamente

  • Diagnostizierter Magnesiummangel


Eine Supplementierung sollte jedoch idealerweise in Absprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft erfolgen.


Kann man zu viel Magnesium aufnehmen?

Magnesium aus Lebensmitteln führt normalerweise nicht zu einer Überversorgung, da überschüssiges Magnesium über die Nieren ausgeschieden wird.

Bei hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln kann es jedoch zu Nebenwirkungen kommen, insbesondere zu:

  • Durchfall

  • Magen-Darm-Beschwerden


Daher sollte die empfohlene Dosierung von Magnesiumpräparaten nicht überschritten werden.


Fazit

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der für viele wichtige Funktionen im Körper benötigt wird – von der Muskel- und Nervenfunktion bis hin zum Energiestoffwechsel. Eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und Gemüse trägt in den meisten Fällen dazu bei, den täglichen Bedarf zu decken.

Bei anhaltenden Beschwerden oder dem Verdacht auf einen Magnesiummangel empfiehlt es sich, medizinischen Rat einzuholen, um mögliche Ursachen abzuklären und eine geeignete Behandlung zu besprechen.


Bettina Galler

Dipl. Gesundheits- und Krankenpflege








Quellen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln.

National Institutes of Health (NIH). Magnesium – Fact Sheet for Health Professionals.


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