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Stress verstehen und bewältigen: Innere Balance finden. Teil 2

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

In unserem letzten Beitrag zur Stressbewältigung ging es um die Entstehung und Symptome von Stress sowie erste Tipps zur Stressreduktion. In diesem Teil können Sie wieder selbst aktiv werden. Wir zeigen Ihnen Werkzeuge, die im stressigen Alltag zu mehr Ruhe und Entspannung verhelfen.


Erholung im Alltag

Zwischen Arbeit, Haushalt, Hobbys und Pflichtterminen findet sich häufig wenig Zeit, um abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Jedoch benötigen wir alle Pausen, um unsere Reserven wieder aufzufüllen und Kraft für neue Herausforderungen zu tanken.

Ausreichend Schlaf, angenehme soziale Kontakte, Spaziergänge in der Natur oder freie Zeiten, in denen man die Gedanken einfach schweifen lässt, sorgen für Erholung im Alltag.

Die Gestaltung von Erholungszeiten neben dem Schlaf ist sehr individuell. Die einen benötigen soziale Kontakte, die anderen entspannen sich mit einem guten Buch, wieder andere brauchen Bewegung, um den Kopf freizubekommen. Hier lohnt es sich, in sich hineinzuhorchen und auf das eigene Gefühl zu vertrauen. Eine Faustregel hierzu: Es braucht Abwechslung zu häufigen Alltagsaktivitäten. Wird der Berufsalltag vor dem PC verbracht, braucht es Zeiten ohne digitale Ablenkung wie PC, Fernseher, Smartphone und Co. Hat man im Berufsleben viel mit Menschen zu tun (z.B. Pflegepersonal, Lehrer:innen, Kindergartenpädagog:innen, etc.), braucht es in der Freizeit Zeitfenster ohne soziale Ablenkung (z.B. ein Spaziergang im Wald ohne Smartphone).


Praxistipp: Erholungszeiten können, wie andere Termine, im Kalender geplant werden. So kommt man schwerer in Versuchung, freie Lücken mit Terminen zu füllen.

 

Atemübung für mehr Erholung und Entspannung

Verschiedene Atemübungen können helfen, das Nervensystem zu regulieren und so zur Ruhe zu kommen. Eine sehr bekannte und effektive Übung ist Box-Breathing: 

Ausgangsposition: Nehmen Sie eine aufrechte und bequeme Sitzhaltung ein. Zur Unterstützung kann eine Hand auf den Bauch und eine auf die Brust gelegt werden. Dadurch wird das Ein- und Ausatmen noch besser spürbar. Schließen Sie die Augen.

Übung: Stellen Sie sich vor dem inneren Auge eine „Box“ bzw. ein „Quadrat“ vor. Gedanklich atmet man nun von einer Ecke in die nächste:

1.      Vier Sekunden einatmen.

2.      Vier Sekunden Atem anhalten.

3.      Vier Sekunden ausatmen.

4.      Erneut vier Sekunden Atem anhalten.

Das war eine Runde. Der Ablauf kann mehrere Minuten lang wiederholt werden. Hier lohnt es sich einen Timer (z.B. 5 Minuten) zu stellen.

 


Momente für mich

„Momente für mich“ ist ein kostenloses Angebot der Österreichischen Gesundheitskasse. Dieses bietet ein Tagebuch, eine App, verschiedenes Informationsmaterial und Veranstaltungen zum Thema mentale Gesundheit. Hier finden Sie weiterführenden Informationen:

 


Bettina Berger

Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Wundmanagerin, Diabetesberaterin










Quellen, Zugriff am 23.06.2026:

 

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