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Stress verstehen und bewältigen: Innere Balance finden. Teil 1

  • 9. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Der Wecker klingelt. Ich stehe auf und gehe direkt zur Kaffeemaschine. Ich ziehe mich an und schon geht es ab in die Arbeit. Das Frühstück gibt es unterwegs beim Bäcker. In der Arbeit wartet eine lange To-do-Liste. Wieder zu Hause esse ich schnell eine Banane und dann geht es auch schon wieder hinaus, eine Runde laufen. Danach gehe ich duschen, koche mir etwas zum Essen und esse schnell vor dem Fernseher. Danach stehen noch der Wocheneinkauf und der Wohnungsputz an.


Wenn ich das lese und mir durch den Kopf gehen lasse, spüre ich innerliche Anspannung und Stress kommt auf. Wir funktionieren heute teilweise nur noch im Dauerbetrieb. Es gibt wenig Platz für Auszeiten. Wir sind immer erreichbar. Produktivität steht an erster Stelle. Dieser Stress kann durch zu viele Informationen, Multitasking, hohe Selbsterwartungen, Zukunftsängste und dem Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen, noch zusätzlich verstärkt werden.

 

Quelle: Erstellt mit ChatGPT
Quelle: Erstellt mit ChatGPT

Eu-Stress vs. Dis-Stress

Es lassen sich zwei Typen von Stress unterscheiden. Eu-Stress ist sogenannter „positiver“ Stress. Er treibt uns an und kann  uns zu Höchstleistungen bringen. Dis-Stress kann sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken - körperlich, wie auch psychisch. Er kann bei Überforderung oder Daueranspannung entstehen.


Anregungen für Wohlbefinden und Stressmanagement im Alltag

Stress lässt sich nicht immer vermeiden. Aber es gibt Möglichkeiten bewusster mit Belastungen umzugehen und das eigene Wohlbefinden zu stärken:

  1. Entspannung: Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Dinge, die gut tun. Zeit für Entspannung und Pausen kann genauso im Kalender geplant werden.

  2. Darüber sprechen: Sich Zeit für Gespräche mit lieben Menschen nehmen und seine Sorgen teilen, kann den empfundenen Stress verringern.

  3. Hilfe annehmen: Niemand muss alles allein schaffen. Unterstützung anzunehmen, wenn sie angeboten wird, kann eine große Entlastung sein.

  4. Aktiv sein und bleiben: Regelmäßige körperliche Aktivität kann ein Ausgleich zu Stress und Belastung sein. Wählen Sie dabei Bewegung, die Spaß macht und sich gut anfühlt. Ausdaueraktivitäten wie Radfahren, lockeres laufen oder schwimmen sind ideal. Bei einem stressigen Alltag sollten hochintensive Workouts wie HIIT-Training, Hyrox, etc. vermieden werden, um nicht zusätzlich noch Stress zu erzeugen.

  5. Neues Lernen: Sich Wissen anzueignen regt den Geist an und fördert das Selbstbewusstsein.

  6. Atmen: Schon wenige Minuten bewusstes Atmen pro Tag kann Stress reduzieren. Es gibt dazu viele Methoden wie Box-Breathing, Atembeobachtung, Wechselatmung oder Brahmari. Auf Youtube finden sich viele kostenlose Tutorials dazu.

  7. Dran bleiben: Veränderungen brauchen Zeit. Dranbleiben und sich selbst kleine Ziele setzen, ist die Devise.

 

Jeder Tag bringt neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen mit sich. Umso wichtiger ist es, sich bewusst kleine Auszeiten zu gönnen und achtsamer mit sich selbst umzugehen. Oft sind es gerade die kleinen Veränderungen im Alltag, die langfristig einen großen Unterschied machen können.


 



Bettina Galler

Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Wundmanagerin, Diabetesberaterin

 

 

 

 

Quellen:

Stressfrei Zugriff am 20.5.2026

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