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Gürtelrose vorbeugen: Warum die Herpes-zoster-Impfung ab 60 besonders wichtig ist

  • 25. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Gürtelrose kann jeden treffen – doch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko. Eine Impfung kann helfen, sich vor der schmerzhaften Erkrankung und ihren möglichen Langzeitfolgen zu schützen.



Viele Menschen kennen Windpocken aus ihrer Kindheit. Was viele nicht wissen: Das dafür verantwortliche Varizella-Zoster-Virus bleibt nach einer Infektion lebenslang im Körper. Jahrzehnte später kann es wieder aktiv werden und eine Gürtelrose – medizinisch Herpes Zoster – auslösen. 


Gürtelrose ist mehr als ein Hautausschlag

Typisch sind brennende oder stechende Schmerzen und ein streifenförmiger Ausschlag mit Bläschen. Besonders belastend kann die Erkrankung durch ihre möglichen Komplikationen werden. Eine der häufigsten ist die sogenannte postherpetische Neuralgie: Nervenschmerzen, die nach Abheilung der Haut noch lange bestehen bleiben können. Mit zunehmendem Alter treten solche anhaltenden Schmerzen häufiger auf. Auch eine Beteiligung des Auges oder andere Komplikationen sind möglich.


Ab 60: Impfschutz gegen Gürtelrose empfohlen

In Österreich wird die Herpes-zoster-Impfung allen Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr empfohlen. Das gilt unabhängig davon, ob man sich noch daran erinnert, als Kind Windpocken gehabt zu haben. Auch wer bereits früher einmal eine Gürtelrose hatte, kann von einer Impfung profitieren. Ebenso ist eine Impfung nach einer früheren Herpes-zoster-Impfung mit einem älteren Impfstoff möglich. Ob und wann die Impfung im individuellen Fall sinnvoll ist, sollte mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.

 

Besonders wichtig für bestimmte Risikogruppen

Nicht nur das Alter spielt eine Rolle. Ein erhöhtes Risiko für Gürtelrose und schwere Krankheitsfolgen besteht unter anderem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder bestimmten chronischen Erkrankungen.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Immundefizienz oder Immunsuppression

  • Krebserkrankungen und bestimmte Erkrankungen des blutbildenden Systems

  • HIV-Infektion

  • Rheumatoide Arthritis und bestimmte andere Autoimmunerkrankungen

  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Asthma

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

  • Chronische Nierenerkrankungen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Diabetes mellitus

Für Personen dieser oder anderer Risikogruppen wird die Impfung bereits ab 18 Jahren empfohlen. 

 

Zwei kostenlose Impfungen für den Schutz

Für Personen ab 60 Jahren besteht die Impfung aus zwei Dosen. Diese werden normalerweise im Abstand von 2 bis 6 Monaten verabreicht. Die gute Nachricht: In Österreich ist die Herpes-zoster-Impfung für Personen ab 60 Jahren und bestimmte Risikopersonen ab 18 Jahren im öffentlichen Impfprogramm kostenlos.

 

Gürtelrose lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Das Risiko steigt jedoch mit dem Alter und bei bestimmten Erkrankungen. Sprechen Sie bei Ihrem nächsten Arztbesuch gezielt über die Herpes-zoster-Impfung und prüfen Sie Ihren persönlichen Impfstatus. Die Impfung ist im Gesundheitszentrum Reininghaus auch für Nicht-Stammpatienten kostenlos möglich. Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch, um einen Impftermin auszumachen.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Ob die Impfung für Sie geeignet ist und wann sie erfolgen sollte, besprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.


 
 

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